Ihr wisst selbst ganz genau, dass der Tag des Herrn so unvorhergesehen kommt wie ein Dieb in der Nacht. (1. Thessalonicher 5:2)
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 Als unsere Söhne noch jünger waren, liebten sie es, mit ihren Spielzeugpistolen zu spielen. Diese wurden mit kleinen "Chügeli" beladen, welche anschliessend überall herum lagen und sich in jede (un)mögliche Ritze verirrten. Auch wenn die Jungs ihre Munition wieder einsammelten, blieben etliche "Chügeli" liegen und landeten beim nächsten Putzwahn der Eltern im Bauch des Staubsaugers. Da tanzten sie dann geräuschvoll herum - besassen wir doch einen Sauger ohne Sack, dafür mit Plastikgehäuse. Unsere Nerven! 
 Eines Tages informierte ich sie darüber, dass ich "nächstens" staubsaugen würde und sie bitte ihre Munition aufsammeln sollten. Als ich zur Tat schreiten wollte realisierte ich, dass sie dieser Aufforderung nicht nachgekommen waren: Die "Chügeli" lagen überall herum. Was sollte ich nun tun? Einfach drauflos- und alles einsaugen? Meinen Plan verschieben und den Jungs noch eine Chance geben, ihre Munition zu retten? Heute weiss ich nicht mehr, wie diese Geschichte ausgegangen ist. Dies jedoch ist mir in jenem Moment klar geworden:

So wie unsere Söhne den genauen Zeitpunkt meiner Saug-Aktion nicht kannten, so wissen wir nicht, wann Jesus wiederkommt. Doch wenn der Tag des Herrn kommt - so unvorhergesehen wie ein Dieb in der Nacht - sollten wir bereit sein. Dann haben wir keine weitere Chance mehr aufzuräumen - unsere Beziehungen zu Gott und den Menschen, unser Leben. Rechtfertigungen wie "Ich hatte noch keine Zeit", "Es war mir nicht bewusst", "Muss das denn grad heute sein?", "Ich bin noch nicht so weit" oder "Das sollte ich jetzt aber dringend noch erledigen"  werden vor Jesus Christus keinen Bestand haben - dann gibt es kein Entrinnen (a). Gott sei Dank ist der oben genannte Vers erst der Anfang der Botschaft. Weiter heisst es:

"Ihr aber lebt ja nicht in der Dunkelheit, Brüder und Schwestern, so dass euch der Tag des Herrn überraschen könnte. Ihr alle seid vielmehr Menschen, die dem Licht und dem Tag gehören. Und weil wir nicht mehr der Nacht und der Dunkelheit gehören, wollen wir auch nicht schlafen wie die anderen, sondern wach und nüchtern sein." (1.Thessalonicher 5:4-6)

Was für eine Hoffnung! Und was für eine Herausforderung, wach und nüchtern zu bleiben in einer Welt, die mit Angeboten im Übermass und Ablenkung nicht geizt. In dieser Situation tun wir gut daran, Paulus' Rat in Vers 11 zu befolgen:

"Macht also einander Mut und helft euch gegenseitig weiter, wie ihr es ja schon tut". (a)   AMEN!

 

 Es lohnt sich, diese Bibelstellen nachzulesen:

(a) 1. Thessalonicher 5:1-11