Ein anderes Mal sagte Jesus zu den Menschen: »Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Dunkelheit umherirren, sondern er hat das Licht, das ihn zum Leben führt.« (Johannes 8:12)
LichtDerWelt

 

INSPIRATION / TEXT: KOMMISSÄRE HENRIK UND LISBETH ANDERSEN, TERRITORIALLEITER HEILSARMEE SCHWEIZ

"Der liebe Gott schickt mir immer einen Engel, wenn ich ihn brauche." Die kleine, ältere Dame war am Einkaufen. Etwas verloren stand sie da und schaute zu den Regalen hoch. Ich fragte sie, ob ich ihr irgendwie helfen könne. Es stellte sich heraus, dass sie etwas brauchte, was zuoberst auf dem Regal und somit weit ausserhalb ihrer Reichweite lag. Ich trat näher und nahm den Artikel herunter und legte ihn mit einem Lächeln in ihren Einkaufskorb. Sie lächelte zurück, und dann erzählte sie mir, dass der "liebe Gott" für sie sorgen würde und sie in mir einen Engel sehe, der von ihm gesandt worden war! Ich glaube nicht, dass es zur üblichen Stellenbeschreibung von Engeln gehört, Dinge von hohen Regalen herunterzuholen. Ein Bote der guten Nachricht zu sein jedoch schon.

Im Weihnachtsevangelium wimmelt es nur so von Engeln. Zacharias, Joseph, Elisabeth und Maria, sie alle wurden von Engeln besucht, aber der bekannteste Engelsbesuch ereignete sich bei den Hirten auf dem Feld. Erst waren sie als Aussenseiter draussen in der Dunkelheit, ohne zu wissen, was in Bethlehem geschehen war. Dann hörten sie die gute Nachricht, machten sich auf und überprüften sie, und schliesslich wurden auch sie selbst zu Engeln. Lukas erzählt uns: "Als sie Jesus sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte." (Lukas 2:17)

Genau wie die Hirten haben auch heute viele Menschen das Gefühl, dass wir in einer dunklen Zeit leben. Nicht unbedingt, weil die Tage kürzer werden, sondern vor allem wegen der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie. Jeden Tag hoffen wir auf gute Nachrichten, und doch gibt es nach wie vor so wenige davon.

Hier kommen wir ins Spiel: Wir sind nicht die Überbringer von guten Nachrichten wie zum Beispiel dem Ende des Virus oder der Verfügbarkeit eines Impfstoffs. Wir haben jedoch eine Botschaft von viel nachhaltigerer und weitreichenderer Wirkung. So viele wissen oder erleben nicht, dass Gott mit uns ist. Dagegen können wir etwas tun. Seien Sie ein Engel! Seien sie freundlich gegenüber Menschen, die es nicht erwarten würden. Ermutigen Sie diejenigen, die scheinbar aufgeben und erzählen Sie, wenn es angebracht ist, was Sie gesehen und gehört haben: Jesus ist die Hoffnung und er ist als das Licht in diese Welt gekommen.

   

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