MitGottRechnen1  
Befiehl dem HERRN dein Leben an und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. (Psalm 37:5)


INSPIRATION / TEXT: MARTIN TOBLER, PASTOR, FCG EBNAT-KAPPEL SG

Wöchentlich erreichen uns neue Corona-Massnahmen. Sicher können auch Sie es langsam nicht mehr hören. Einen Punkt habe ich jedoch kläglich vermisst. Darf ich mir daher erlauben, Ihnen meine Corona-Massnahme vorzustellen? Eine Massnahme, welche bei all der Panik und all dem Ringen um Kontrolle vergessen gegangen scheint. Eine Massnahme gegen Angst, Einsamkeit, Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit. Sie heisst Gebet.

Wer einmal innehält und sein Herz auf Gott ausrichtet, wird sehr schnell Ruhe, Geborgenheit, Hoffnung und Glaube finden. In all dem Chaos dieser Welt ist die Kraft des Gebets ein sicherer Zufluchtsort. Ich rede nicht davon, dass wir Gott unsere Bestellliste überreichen. Er kennt doch unsere Anliegen schon bevor wir ihn bitten. Ich meine vielmehr das Pflegen einer bewussten Zeit in der Gegenwart des Schöpfers. Unsere Ohren sind nämlich nicht nur dafür gemacht, einer Maske Halt zu bieten. Sie sind dafür geschaffen, Gottes Stimme zu hören. Wie oft sagte Jesus in seinen Reden: "Wer Ohren hat, der höre!" Bei all dem Lärm der Welt haben viele diese Möglichkeit vergessen, aber noch nicht verloren. Und Gott ist immer da und wartet darauf, zu unserem Herzen sprechen zu dürfen.

Rechnen Sie daher nicht mit dem Schlimmsten. Rechnen Sie nicht mit dem Bösen. Rechnen Sie vielmehr mit Gott. So wird durch Gebet Ihre Rechnung, Ihre Strategie und Ihr Plan mit dem Faktor Gott ergänzt. Plötzlich und ohne viel Aufwand kommen Sie zu einem neuen, ermutigenden, vielleicht sogar sehr überraschenden Resultat, denn Sie haben in Ihre Gedanken und Sorgen Gott mit einbezogen. Psalm 37 spricht davon, dass Sie Gott Ihre Wege anbefehlen sollen und mit ihm und seiner Führung rechnen dürfen. Der Schreiber ermutigt zudem dazu, sich nicht von äusseren Umständen und Einflüssen stressen zu lassen, sondern in aller Ruhe auf Gottes Eingreifen zu warten.

Gebet hat natürlich sehr viel mit Demut zu tun, denn Sie drücken damit Ihre Bedürftigkeit aus. Das Geschenk der Zuversicht, der Hoffnung und der Kraft, welches Sie dann im Gebet erhalten, wird Sie jedoch nicht hochmütig machen, sondern vielmehr dankbar. Sie dürfen dann aus Ihrer Gebetszeit aufstehen und in Ihrem Alltag weiter mit Gott rechnen.